Montag, 19. Juni 2017

Let's talk together: Glaubwürdigkeit


Hallo liebe Lese- und Landratten.
Ich möchte heute unter der neuen Rubrik „Let‘s talk together“ meine Gedanken mit euch teilen. Es wird sicher nicht immer über Bücher und das Bloggen gehen. Vielleicht möchtet ihr ja mit mir gemeinsam über einige Themen sprechen. Diese Themen sind immer subjektiv und spiegeln alleinig meine Meinung wider, wenn jemand es anders sieht ist das vollkommen ok.

 
Heute geht es ein bisschen um Glaubwürdigkeit.
Glaubwürdigkeit von Bloggern und die Glaubwürdigkeit von Autoren. Ich habe schon in einem anderen Artikel (Merkwürdige Kooperationsanfragen oder "Nein ich bin keine Werbeplattform") angesprochen, dass ich es manchmal erschreckend finde wie Autoren sich an Blogger wenden um gemeinsam zu arbeiten.
Ich bekomme immer wieder Anfragen (von mir unbekannten Autoren) ob ich nicht ihr Buch „mal eben schnell“ auf meiner Seite vorstellen kann. Es spricht in erster Linie nichts dagegen, aber was sagt es über mich als Blogger aus, wenn ich Produkte und Bücher vorstelle die mich nicht interessieren oder die ich vielleicht sogar doof finde?


Ich habe glaube die einzige Leidenschaft mit der man als Blogger kaum Geld verdienen kann. Ich liebe meinen Blog und ich liebe meine Leidenschaft und dann sollte ich auch meinen Followern gegenüber Glaubwürdig sein und ihnen Sachen Empfehlen die mir gefallen, die ich toll finde. Warum sollte ich einen Liebesroman vorstellen, bei dem die Protagonistin voll im Leben steht und 3 Kinder hat und die neben ihrem Alltag versucht doch noch den Mann fürs Leben zu finden? Ich habe nichts gegen solche Bücher und sie erfreuen sich großer Beliebtheit, aber sie passen nicht zu mir. Sie entsprechen nicht meinem Beuteschema. Klar habe ich mal verrückte Genre Ausreißer, diese sind doch eher selten und meistens fühle ich mich dann schnell nicht wohl (ich bin leider ein Gewohnheitstier). Ich finde man sollte sich und seinem Blog treu bleiben. Ich folge Bloggern, weil ich es mag was die Person hinter dem Blog und ihre Leidenschaft „kennenlernt“. Ich selber folge Bloggern aus allen Bereichen Beauty, Reisen, Lifestyle und natürlich auch Buchbloggern. Ich freue mich wenn auch ein Beautyblogger mal über eine Reise spricht oder ein Buchblogger auch mal sein liebstes Beautyprodukt vorstellt, weil er so davon begeistert ist. Aber ich finde einen Schwerpunkt sehr wichtig für die Glaubwürdigkeit. Alles sollte irgendwie wieder zum Ursprung verlaufen.


So ich bin abgeschweift Ich möchte, dass ihr meinem Urteil vertrauen könnt und mir glaubt was ich sage. Mir ist es unglaublich wichtig, dass ihr wisst, dass alles echt ist. Alle meine Empfehlungen spiegeln mich und mein Leben wider. Ich würde niemals etwas gut reden, was ich doof fand nur um die Gunst von jemanden zu Gewinnen. Ich schreibe auch Rezensionen zu Büchern die ich Abgebrochen habe. Klar kann ich dann das ganze Buch nicht bewerten und vielleicht habe auch die guten Stellen verpasst aber ich Empfehle es euch dann einfach nicht weiter, weil es ist ja meine Meinung. Oft lese bei Bloggern, dass sie ein Buch dann nicht bewerten. Ich verstehe nicht, wieso nicht. Wir sind ja nicht gekauft. Klar will man keinem Autor oder Verlag schaden aber dafür stehen die Blogger doch, für ehrliche Meinungen, genau deswegen sind wir ein wichtiges Marketinginstrument, wenn man ein blödes Produkt hat muss man leider damit leben, dass dies auch so kommuniziert wird. Sonst geht, meiner Meinung nach, die Glaubwürdigkeit verloren.


Wie wichtig ist euch das Thema? Findet ihr ich sollte auch Bücher vorstellen die ich selber nicht lesen würde? Die mich nicht ansprechen?

Kommentare:
  1. Huhu :)

    Das ist eine interessante Frage, welche du , wie ich finde, gut beantwortet hast.
    Wenn man ein Buch liest, was einen angesprochen hat und es einem dann doch nicht so gefallen hat, dann ist es ja nicht verkehrt, das so zu äußern. Sprich als Rezension.
    Aber Bücher vorzustellen, die man aufgrund der Thematik oder des Klappentextes nie lesen würde. Oder anschauen würde,würde ich auch nicht "bewerben".
    Zumal man ja auch selbst keinen "Bezug"/"Bindung" dazu hat.
    Und etwas nur zu beschönigen, damit man nur 5 Sternerezis hat, ist ja auch Käse.
    Die Leser wollen ja wissen, wie es dir gefallen hat. Und da darf man auch mal sagen, wenn es mal nicht gepasst hat :)

    Man sollte sich nicht verbiegen :)

    Schöner Beitrag und ich stimme dir vollkommen zu :)

    Lg

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  2. Ich finde du hast vollkommen recht! Einfach nur ein gutes Statement abgeben, weil der Autor/ die Firma/ eine Person einen darum gebeten hat finde ich nicht sinnvoll... leider wird das immer noch viel zu oft gemacht. Sehr schade. Aber vielleich ändert sich das ja irgendwann einmal =)

    LG Hannah

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  3. Hallöchen =)

    Ich finde du solltest uns Bücher grundsätzlich nur dann vorstellen, wenn du sie auch selbst gelesen hast. Das heißt, wenn du mal einen Ausflug in ein für dich seltenes Genre machst, dann will ich natürlich auch deine Meinung dazu hören.
    Ich hab aber keine Lust auf Vorstellungen, die du einem Autor zuliebe machst, obwohl dich das Buch selbst überhaupt nicht anspricht. Das finde ich total unglaubwürdig.
    Ich habe auch schon so manch merkwürdige Anfrage von Autoren bekommen. Normalerweise bin ich immer sehr höflich und beantworte alle Anfragen. Aber wenn ich sehe, dass sich jemand im Vorfeld überhaupt nicht mal ansatzweise meinen Blog und meine bevorzugten Genre angeschaut hat, die Anfrage dazu noch total plump ist... sorry, aber dann ist mir meine Zeit zum Antworten und Erklären meiner Absage wirklich zu schade.
    Zum Glück sind das wirklich nur die Ausnahmen, denn meisten freue ich mich tierisch über Verlags- und Autoren-E-Mails.

    Glaubwürdigkeit ist bei der Auswahl der Blogger meines Vertrauens extrem wichtig. Bei den geringsten Zweifeln, bin ich an weiteren Beiträgen nicht mehr interessiert.

    LG
    Anja

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  4. Guten Morgen!

    Oh ja, das ist ein wichtiges Thema!

    "Aber ich finde einen Schwerpunkt sehr wichtig für die Glaubwürdigkeit."

    Dem stimme ich allerdings nicht so ganz zu. Ich hab zwar ehrlich gesagt noch nie einen Blog gesehen, der querbeet über viele verschiedene Dinge bloggt, dazu schau ich mich auch einfach zu wenig um, da ich nur auf Buchblogs unterwegs bin.
    Aber wenn jemand jetzt einen Blog über sein Leben macht und über seine Kinder, seine Arbeit, seine verschiedenen Hobbys, eine Gefühle etc. bloggt, würde ich demjenigen das schon abnehmen. Kommt halt auch darauf an, wie das alles geschrieben ist und rüberkommt; wie immer ;)

    Andererseits kann ich alles andere sehr gut nachvollziehen. Ich bekomme auch manchmal Anfragen zwecks einer Buchvorstellungen, gerade Liebes- und Erotikromane. Genau die Genres, die ich so gut wie nie lese ^^ Da frag ich mich halt dann schon, was das soll. Ich hab das Buch nicht gelesen, ich "mag" das Genre nicht, also warum sollte ich das Buch vorstellen???
    Das ist mir schon sehr wichtig, dass ich das auf dem Blog oder auch auf Facebook präsentiere, was MICH persönlich ausmacht. Und dazu gehört natürlich auch, dass ich Bücher auch mal negativ bewerte, warum auch nicht. Ist halt nicht mein Geschmack. Egal zu welchem Genre die dann gehören, ob Verlag oder Spler ... da mach ich eh keinen Unterschied.

    Gerade das mit den abgebrochenen Büchern wurde letztens in irgendeiner FB Gruppe angesprochen und mich wundert ehrlich, warum man darüber keine Rezi schreiben "dürfte". Klar, bei 10 Seiten muss das jetzt nicht unbedingt sein *lach* Aber wenn ich 100 Seiten gelesen habe, kann ich sehr gut meinen Eindruck über diese 100 Seiten schreiben. Natürlich muss man es dazu sagen, damit der Leser weiß, dass ich nicht alle gelesen hab. Aber so gibt man eben seinen Eindruck rüber, woran der Abbruch gelegen hat.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  5. Hey Tina,
    Ich bin da ganz deiner Meinung. Ich möchte von Bloggern Buchempfehlungen (oder auch -warnungen) bekommen, die tatsächlich von ihnen kommen.
    Gerne kann man ja ein Buch vorstellen und sagen "Ich hab das Buch zwar noch nicht gelesen, aber es klingt spannend. Was haltet ihr davon?". Da spricht ja nichts gegen.

    Ich hab für mich bereits vor langer Zeit beschlossen, dass ich nur Empfehlungen zu Büchern ausspreche, die ich selbst gelesen habe. Zumindest "offiziell". "Inoffiziell", sprich privat, kann ich auch gerne mal einen Buchtipp zu einem Buch geben, das ich selbst nicht gelesen habe, aber jemand anderes, dessen Meinung ich vertraue.

    Liebste Grüße,
    Lena

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