Freitag, 9. Oktober 2015

Gastrezension - Verschwörung von David Lagercrantz



Verlag:    Heyne
Preis:      22,99 € (HC), 18,99€ (Ebook)
Formate: Hardcover und Ebook
Alter:      ab 14 Jahre
Seiten:    608 Seiten
Erscheinungstermin: 27.08.2015


Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.


Der Roman, als Weiterführung der Millenium-Trilogie beinhaltet wie erwartet die altbekannten Charaktere Mikael Blomkvist, Lisbeth Salander, Erika Berger und Holger Palmgren, sowie einige weitere. Der Haupthandlungsstrang handelt von Frans Balder, Spezialist für künstliche Intelligenz ist, und seinem Sohn August, ein Autist und Savant. Noch bevor Balder seine Inforationen über eine Verschwörung an Mikael Blomkvist weitergeben kann wird er umgebracht. In den Fall verstrickt sind große Unternehmen und internationale Geheimdienste. Gelöst wird der Fall natürlich wieder von Mikael und Lisbeth, diesmal ist der Hilfe Balders Sohns unter Anwendung seiner besonderen mathematischen und künstlerischen Fähigkeiten.

Die Vorfreude war groß, nach den drei herausragenden Romanen von Stieg Larsson kam endlich die Fortsetzung. Nicht von ihm selber geschrieben und dennoch hoffte ich auf die selbe Qualität! Falsch gedacht. Ich muss sagen, dass ich leider sehr enttäuscht bin. Das Buch ist 600 Seiten lang und die Hälfte der Seiten wäre völlig ausreichend gewesen. Es gibt viele kleine neben Handlungen, von denen einige nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben. Dies hat die gesamte Geschichte sehr unübersichtlich werden lassen. Ein Beispiel hierfür ist die Investition des Serner Konzerns in Millenium. Auch gestört hat mich, wie sehr bei einigen Dingen ins Detail gegangen wurde. Lisbeth liest ein wissenschaftliches Buch über die Entstehung von schwarzen Löchern und die Entstehung wird über Seiten versucht dem Leser zu erklären. Das mag für einige Leser interessant sein, hat in dem Ausmaß aber nichts in einem Roman zu suchen. Genauso erging es mir mit einigen Erklärungen mathematischer Theorien. Es erweckte teilweise mehr den Anschein einer wissenschaftlichen Arbeit als den eines Romans. Den ständigen Perspektivwechsel zwischen den Personen fand ich sehr gut, da man die Geschichte so aus vielen Perspektiven betrachten durfte. Leider gab es auch hier ein Manko. Statt der Weiterführung der Geschichte gab es bei vielen Perspektivwechseln erst einmal einen Rücksprung bevor es dann wirklich weiter ging.

Die Grundidee der Geschichte hat mich sehr überzeugt, leider hat die Umsetzung dann eher mangelhaft funktioniert. Wie oben schon erwähnt hätte auch eine deutlich geringere Seitenzahl genügt. Ich musste mich durch die ersten 200 Seiten regelrecht durchschleppen bevor dann tatsächlich etwas passierte.

Da das Buch zwar abgeschlossen ist, die Geschichte um Lisbeth und ihre Schwester jedoch noch offen ist, kann ich mir eine Weiterführung der Geschichte gut vorstellen. Hoffentlich geschieht dies dann jedoch in einem besseren Stil.

Da ich von dem Buch sehr enttäuscht bin, man aber bedenken muss, dass es von einem anderen Autoren geschrieben wurde, vergebe ich gerade noch 1,5 von 5 Kronen.



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