Donnerstag, 27. August 2015

Gastrezension - Wo der regenbogen anfängt... von Julia Bohndorf

Autorin: Julia Bohndorf
Verlag:  SadWolf Verlag
Format: Softcover und Ebook
Preis:    SC 14,90 € EB 5,99€

Seiten:  396 Seiten

Maeve und Niamh sind Schwestern und seit ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, sorgt die 21 jährige Maeve für ihre elfjährige kleine Schwester. Zu allem Überfluss erkrankt Niamh an Leukämie und ein langer Kampf beginnt. Viele Tage im Krankenhaus vergehen, gespickt mit Besuchen von Maeve und der Oma der Schwestern. Zu Geburtstag bekommt Niamh dann eine Reise nach und durch England und Irland geschenkt und das Abendteuer beginnt. Doch jede Reise hat mal ein Ende und Niamh muss zur Fortsetzung der Behandlung zurück ins Krankenhaus, ab jetzt jedoch in Irland, während Maeve bei ihrer Tante und ihrem Onkel unterkommt. Dies ist dann auch der Beginn, oder eigentlich auch die Fortsetzung von Maeves Liebesgeschichte.

Nachdem ich auf der Wohnzimmerlesung von Julia war habe ich sehnsüchtig aber auch ein wenig skeptisch auf das Buch gewartet. Sehnsüchtig, weil ich super gespannt war, nach dem was ich zu hören bekommen habe und skeptisch, weil dieses Buch so gar nicht dem entspricht was ich sonst lese.

Durch den super angenehmen Schreibstiel konnte ich das Buch innerhalb von zwei Tagen weglesen. Es ist aus der Sichtweise von Maeve geschrieben, jedoch bekommt man durch die Tagebucheinträge von Niamh auch ein gutes Gefühl für ihre Gefühlswelt. Am Anfang hat mich teilweise irritiert, wie erwachsen Niamhs Sprache gelegentlich ist. Dies ist jedoch ein Zeichen dafür, wie schnell die Krankheit sie dazu zwingt erwachsen zu werden. Manchmal war ich auch echt genervt von ihrem Verhalten, was dazu führte, dass ich Maeve sehr um ihre Gelassenheit, Ruhe und Geduld bewundert habe, die zwischendurch bis zur Selbstaufgabe führte.

Die Reise der Beiden ist wunderbar beschrieben, so dass man eine bildliche Vorstellung der besuchten Orte bekommt. Eine Begegnung die mich sehr berührt hat, war die mit Peevish, einem vielleicht magischen Wesen. Auch wenn ich zunächst sehr irritiert war und den Gedanken hatte, so eine Figur hätte in diesem Buch nichts zu suchen, da es ansonsten sehr realistisch geschrieben ist, war ich von seiner „Person“ an sich absolut begeistert.
Am Ende der Reise muss Niahm schließlich zur weiteren Behandlung zurück ins Krankenhaus und die Liebesgeschichte von Maeve beginnt. Sie bekommt endlich ein eigenes Leben und auch etwas Glück ab.
Ob es ein Happy End gibt möchte ich jedoch nicht verraten.

Für mich war es eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, ich habe oft mit Tränen in den Augen gelacht und muss sagen, dass ich trotz der anfänglichen Skepsis absolut begeistert war, auch wenn es nicht meinem sonstigen Büchergeschmack trifft. Man sollte öfter Mal den Mut aufbringen etwas neues zu probieren! Und was ich auch toll finde ist, dass ein Teil des Geldes der verkauften Bücher an die DKMS gespendet wird!

Für mich hat sich das Buch definitiv 5 von 5 Krönchen verdient.

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