Sonntag, 28. Juni 2015

Der Genre-Wald #3 Dystopie vs. Science-Fiction

Willkommen zurück im Genre-Wald.
Meine letzten beiden Artikel scheinen euch ja gefallen zu haben, was mich natürlich freut.
Dieses mal habe ich mich mit den Genren Dystopie und Science-Fiction beschäftigt.
Auch bei den beiden Genren habe ich mich damit beschäftigt was die wichtigsten Elemente sind und was genau dieses Genre so aus macht.
Das gemeinsame an den beiden Generen ist das sie die uns eine "mögliche" Zukunft zeigen.

Starten wir mal mit Dystopie:

Dystopie! 
Bei der Dystopie geht es um eine zukünftige Gesellschaft, welche sich negativ Entwickelt hat. Meist spielen die Dystopien nach einem großen Krieg und nur ein kleiner Teil einer Gesellschaft hat überlebt und die Herrschaft ist bestimmend und einnehmend, natürlich zum Wohle der Überlebenden.
Meist gibt es einen bösen Gegenspieler, oft weißt dieser diktatorischer Verhaltensmuster auf (Herrscher). Oft wird der Gesellschaft die echte Geschichte (Wahrheit) vorenthalten und technologien sind rar und die Kommunikation wird erschwert.

In letzte Zeit gibt es einen wahren BOOM an dystopischen Romanen.
Ein echter vorreiter war hier wohl "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins.
Meine abolute Lieblingsdystopie ist ja Selection von Kiera Cass und Legend von Marie Lu gehört meiner Meinung nach auch in jedes Regal eines Dystopiefans.
Meine nächste Dystopie, welche ich mir zulegen möchte ist Nachtsonne von Laura Newmann.








Und jetzt kommen wir zur Science-Fiction.

Science-Fiction!

Auch in der Science-Fiction (Sc-Fi) befinden wir uns in einer "möglichen" fiktiven Zukunft. Oft befindet man sich im Weltall oder auf eine völlig "abgespacten" Erde. Technologie und Fortschritt spielen hier eine große Rolle und meistens sind die Ideen auch gar nicht sooooooo unrealtistisch.
Viele von euch denken jetzt sicher gleich an Star Wars oder Star Treck. Aber SC-FI ist viel näher als ihr glaubt.
Eden Academy zum Beispiel. Eine App, welche unser leben bestimmt... so unrealtistisch finde ich es nicht und auch wenn es nur im Jahre 2032 spielt gehört es trotzdem schon in diesen Bereich.
Auch Zeitreisen die aufgrund von technologien möglich sind gehören zu dem Bereich SC-FI, Zeitrausch von Kim Kestner und Die Zeitenspringer-Saga von Meredith McCardle.
Auf ein Buch welches ich in den Bereich SC-FI einsoteiren würde freue ich mich im Herbst ganz besonders: >>Zodiac<< von Romina Russell, es erscheint bei Piper am 9.11.2015.



So der dritte Ausflug in den Genre-Wald ist nun auch schon wieder vorbei.
Welche Genre würdet ihr noch gerne kennenlernen? Meine eigentliche Planung ist nun nämlich schon vorbei aber wenn noch Interesse besteht dann werde ich natürlich gerne für euch noch weiter in den dunklen dichten und tiefen Genre-Wald eindringen und alles Infos ans Licht bringen.


Hier gibt es nochmal alle Artikel des Genre-Walds zum Nachlesen:


Alles über Fantasy:http://meinbuchmeinewelt.blogspot.de/2015/06/der-genre-wald-1-fantasy.html


Alles über Young und New Adult: http://meinbuchmeinewelt.blogspot.de/2015/06/der-genre-wald-2-young-und-new-adult.html













Kommentare:
  1. Ich finde diese Vorstellungen klasse, Tina!
    Vor allem die Dystopien, die von so vielen irrtümlich als Fantasy bezeichnet werden ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Danke für die Blumen :-)
      Freut mich wenn es dir gefällt.
      Es ist ja auch nicht immer einfach alles in eine Schublade zu stecken aber so bekommen die Schubladen wenigstens ein bisschen Ordnung :-)

      Lieben Gruß
      Tina

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  2. Guten Morgen Christina,

    wieder ein schöner Bericht. Ich hätte ja immer gesagt, dass ich Si-Fi nicht lese. Aber deine vorgestellten Bücher fallen genau in mein Beuteschema und habe ich teilweise schon gelesen, daher muss ich mich da wohl revidieren. Vielen Dank. ;o)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hallo Ruby <3
      Mein Handy macht aus deinem Namen immer erst mal Rugby *lach*

      Ich wusste auch vorher nicht was alles so in den Bereich Si-Fi gehört aber anscheind geht es wesentlich weiter als wir alle gedacht haben :)

      Lieben Gruß
      Tina

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  3. Ich muss euch sagen, dass ihr nicht gänzlich auf dem Holzweg seid, doch ich gebe mal ein paar Anmerkungen, die aber bitte keinesfalls so verstanden werden sollten, dass ich euch belehren will ;)

    Teil 1, da nur 4.096 Zeichen erlaubt
    Dystopie:
    Die Anti-Utopie geht ist keineswegs die zukünftige Gesellschaft. Sie spielt zwar in der Zukunft, aber es kann als Warnung beschrieben werden, was passiert, wenn wir so weiter machen wie bisher. Somit ist meist ein sehr populärer Gegenstand Ausschlaggebend für die zukünftige Entwicklung. Sie hat sich nicht nur negativ entwickelt, sie endet auch negativ, was man leider von den heutigen Dystopien mit Happy End nicht behaupten kann. Eine Dystopie ist laut Duden somit eine "fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung o. Ä. mit negativem Ausgang" (http://www.duden.de/rechtschreibung/Dystopie)

    Also, heruntergebrochen kann man schon sagen, dass viele der Dystopien durch die Einflüsse der heutigen Missstände entstehen. Damals waren es Atombomben und Maschinen, heute Krieg (manchmal auch durch nukleare Verunreinigungen), Medien, Talentshows usw.

    Ja, ein Boom von diesem Genre ist wirklich zu sehen. Scheinbar lesen wir lieber von Aufständen, als unseren Ar*** hoch zu bekommen und unsere eigene Gesellschaft zu hinterfragen. Davon zu lesen und natürlich immer das Happy End zu haben, indem natürlich die Liebe immer mit da ist (wenn auch mit gebrochenen Charakteren, wenn wir mal bei den Tributen einen Blick hineinwerfen), zu erträumen ist ja viel bequemer als selbst zu handeln. Okay, wie du siehst, bin ich einigen Dystopien auch ziemlich kritisch eingestellt.

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  4. Teil 2

    Science-Fiction:

    Hier hast du wirklich viel durcheinander geworfen, aber okay, das passiert vielen. Also, nicht bös' sein.
    Das Genre der SF beschreibt wie die Dystopie eine mögliche Zukunft. Sie setzt sich in alter Tradition eigentlich mit der Technologie auseinander. Deswegen wird man in Bänden von Asimov zum Beispiel detaillierte Beschreibungen der Zusammenhänge von den eingesetzten Techniken finden.
    Doch, da sich jedes Genre nun einmal entwickeln muss und es öde wäre sich als Leser immer nur mit einem Genre zu begnügen, sind die Crossover und Mischungen entstanden.

    "Science-Fiction sollte darüber definiert werden, dass sie ein Bild unserer Möglichkeiten zeigt und unseren Umgang mit den Konsequenzen dieser Möglichkeiten problematisiert. Damit hat „klassische“ Science-Fiction einen eindeutig aufklärerischen Anspruch." (https://de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction#Definitionen)

    Ja, wie du erkannt hast ist die klassische SF nicht in den Büchern vertreten, die du andeutest.
    Zeitreisen hingegen gehören nicht zur SF. Wie schon gesagt, begründet sich die SF nicht über den Handlungsort der Zukunft.
    "Typische Nova wie die Zeitreise oder das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit entspringen oft reinem Wunschdenken und basieren nicht auf wissenschaftlichen Fakten, d.h. sie sind unmöglich. In ihrer Plausibilität unterscheiden sie sich kaum von Topoi des Märchens wie fliegenden Teppichen oder Liebestränken." (https://de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction#Abgrenzung_von_Fantasy)
    Die Zeitreise wird nur zur SF, wenn sie wie in Dr. Who oder Die Zeitmaschine eine Nebenidee darstellen.

    Die Crossover, in denen SF und Fantasy inne sind, die nennt man im Übrigen Science Fantasy, aber keines der oben genannten Bücher trägt dies in sich. Die beiden Zeitreise-/springerromane gehören also weder in eine Untergruppierung, noch irgendwo in diesen Bereich. Weil momentan viele solcher in der Zukunft spielenden Romane mit fantastischem Hintergrund geschrieben werden, habe ich es einfach Zukunftsfantasy genannt. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
    Bei Eden Academy und Zodiac (wenn es sich nicht wieder ins Fantasy Genre zieht, welches in der Zukunft spielt xD) könnte es die Zukunftsliteratur sein. (https://de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction#Zukunftsliteratur)

    Nun, du siehst, die völlig abgespacte Erde ist es nicht und auch nicht die Zukunftshandlung oder das Raumschiff. Star Wars ist ein kleines Märchen und wird als Space Opera bezeichnet.

    Also abschließend sei zu sagen, dass die Verlage nicht so gerne trennen was zu SF oder zur Fantasy gehört. Es verkauft sich auch ein Genre-Mix immer sehr gut. Bei Jugendbüchern darf die sogenannte SF Literatur natürlich keine detaillierten Beschreibungen von Mechanismen haben, nein, ich denke, viele würden entnervt aufgeben, wenn ihnen irgendwelche Begebenheiten von Wurmlöchern beschrieben werden und zwar so naturwissenschaftlich, dass es wirklich nicht aus dem Finger gesaugt ist.

    Okay, das war's bis hier hin mit meinen Anmerkungen. Nicht alles was in der Zukunft spielt und einen Technikaspekt hat ist auch wirklich SF. Da gehört mehr dazu, als nur die bloße Annahme. Es ist Wissen, nicht nur über die naturwissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch mit der Gesellschaft, weswegen auch die Dystopie hin und wieder als Subgenre vorkommt.

    Ach ja, ich bin im Übrigen auch Leser geworden ;) Da wir ja auch die BT zu Abendsonne machen und einige deiner Beiträge für mich auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema zur Folge haben.

    LG
    Sarah

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