Montag, 10. November 2014

Gastrezension - Passagier 23 von Sebastian Fitzek

         Heute haben ich eine Gastrezension von einer Freundin für euch.

Passagier 23 ist ein Psychothriller von Sebastian Fitzek welches im Oktober 2014 erschienen ist.

Sebastian Fitzek beschäftigt sich hier mit der wahren Begebenheit, dass jedes Jahr mehrere Dutzend Menschen von Kreuzfahrtschiffen verschwinden. Von den Reedereien wird dies in den meisten Fällen als Selbstmord abgeschmettert.

In dem Buch Passagier 23 geht es um den Polizeipsychologen Michael Schwarz, der vor fünf Jahren seine Frau und seinen Sohn auf einer Kreuzfahrt verloren hat. Er und seine Frau hatten schon seit geraumer Zeit Probleme, da Michael durch seinen Job als verdeckter Ermittler oft mehrere Monate undercover gearbeitet hat. Beide trafen dann die Entscheidung, dass er sich für einen Job im Innendienst bewerben wird. Während seines letzten Jobs als verdeckter Ermittler machten seine Frau und sein Sohn Urlaub auf der „Sultan of the Seas“ und verschwanden dort spurlos. Es wurde von den Reedereien als doppelter Suizid bezeichnet und nicht weiter verfolgt. Seit diesem Erlebnis ist Michael Schwarz schwer traumatisiert und arbeitet weiterhin in seinem Beruf als Ermittler. Durch den Verlust seiner Familie ist er ein psychisches Wrack und stürzt sich in jede mögliche Gefahr. Dann erhält er einen Anruf von einer älteren Dame die sich als Krimiautorin vorstellt und ihm von einem kleinen Mädchen berichtet. Genau wie sein Sohn ist sie von der „Sultan of the Seas“ verschwunden. Im Gegensatz zu seinem Sohn ist die kleine Anouk aber nach zwei Monaten wieder aufgetaucht – mit dem Teddy seines Sohnes im Arm. Auch wenn Martin Schwarz sich geschworen hatte nie wieder einen Fuß auf ein Kreuzfahrtschiff zu setzen, gibt es nun kein Halten mehr für ihn.

Das Thema Kreuzfahrt ist für sich gesehen schon ein spannendes Thema und Sebastian Fitzek hat dieses Thema grandios umgesetzt. Im Buch gibt es mehrere Handlungsstränge, die im Laufe vom Buch verwoben werden. Manche diese Handlungsstränge verlaufen aber auch ins nichts, weshalb ich dieses Buch als „echten Fitzek“ beschreiben würde. Bis zum Ende des Buches ist immer noch alles offen und man möchte das Buch gar nicht aus den Händen legen. Da das Buch meist kurze Kapitel hat, zwingt es einen förmlich zum weiterlesen. Mehrere Male hat man das Gefühl dass nun alle Geheimnisse gelüftet sind und man sich nun entspannt zurück lehnen kann. Genau für diese Momente hat Sebastian Fitzek ein Händchen. Er schafft es noch eine Schütte draufzulegen ohne zu übertrieben. Trotz kleiner Schreibfehler (Namensdreher) kann ich „Passagier 23“ jedem Empfehlen der nach einem Buch mit einem überraschenden und unvorhersehbaren Ende sucht.

Das Ende von Michael Schwarz hätte ich mir etwas länger gewünscht, aber vielleicht hat Herr Fitzek ja schon eine Idee für einen zweiten Teil und wollte daher noch nicht so viel verraten. Besonders gut gefallen hat mir, dass es vor Erscheinung des Buches eine Internetseite (www.passagier23.de) gab. Auf dieser konnte man eine virtuelle Kreuzfahrt machen und jeden Tag ein neues Spiel spielen. Am Ende konnte man dann einen von 10 Plätzen für eine Lesung in Hamburg gewinnen. Außerdem gibt es noch ein Rätsel in der Printausgabe von „Passagier 23“ (es hat mit dem Lesezeichen zu tun). Solche Kleinigkeiten machen die Bücher von Sebastian Fitzek immer zu etwas ganz besonderem.


                    Anbei noch ein Bild vom Krimi-Festival in Hamburg


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