Donnerstag, 6. November 2014

Autoren hautnah - Heute im Interview Tanja Voosen


  Erzählen Sie uns doch bitte etwas über sich. (z.B. Alter, Wohnort)


Mein Name ist Tanja Voosen, ich bin 25 Jahre alt und wohne in einem Dorf in der Eifel, dessen Name wahrscheinlich niemanden etwas sagt Derzeit studiere ich aber in Köln (ein Ort, den man sicher kennt xD) Sozialwissenschaften und sobald ich mit dem Studium durch bin, verschlägt es mich sicher auch in eine richtige Stadt. Mit Ampeln. Und Geschäften. Mehr als zwei Menschen auf Straße. Neben dem Schreiben von Büchern ist blogge ich munter auf meinem Buchblog oder ärgere unseren dicken Kater, wenn der mal wieder versucht sich mit seinem Kopf zwischen meine Buchregale zu quetschen. 


Was wollten Sie als Kind immer werden?

Ich war eines dieser ganz unentschlossenen und wilden Kinder, die nie wussten, was mal aus ihnen werden sollte. Zumindest erinnere ich mich nicht daran oder meine Mutter hat es mir nie erzählt, weil es etwas so Verrücktes wie Trapezkünstlerin oder Stuntfrau war Beschreiben Sie sich mit 5 Worten?Kreativ, humorvoll, spontan, offen und ziemlich bekloppt

In welchem Alter sind Sie zum schreiben gekommen? Und wann gab es die erste Veröffentlichung?

Angefangen zu schreiben habe ich, als ich achtzehn war und gerade mein Abi gemacht habe. Zuerst waren es Kurzgeschichten und später wurden ganze Romane daraus. Mein Debütroman erschien 2011 im AAVAA Verlag und heißt Geheimnisse des Himmels. 

Hätten Sie jemals gedacht das schreiben mehr als nur ein Hobby werden könnte?

Es gab da einen Wendepunkt in meinem Leben und der war Anfang des letzten Jahres. Schreiben war für mich eigentlich immer nur ein Hobby, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, wie ich besser geworden bin und wie mit jedem neuen Satz mein Herz mehr und mehr an meinen Geschichten hing. Irgendwann habe ich dann also angefangen mich bei Agenturen/Verlagen zu bewerben und mir gesagt: Mach was aus deiner Leidenschaft. Nach vielen Misserfolgen und einem Haufen Fehlschlägen, bin ich jetzt mit meiner Lage ziemlich glücklich, zumal ich es geschafft habe und mein neues Buch bei einem richtig bekanntem Verlag erscheint

Sind manche der Figuren in Ihren Büchern an Personen angelehnt die Sie kennen?

Das ist schwer zu sagen, aber ich musste schon feststellen, dass viele meiner Protagonistinnen mir selbst etwas ähneln. Ich schreibe nie Figuren nach dem Vorbild echter Personen, aber natürlich fließt ein Teil der eigenen Persönlichkeit in die Vorstellungen meiner Protagonistinnen mit ein. Mir würde es sonst sehr schwer fallen, ihre Art zu Denken so zu unterstützen. Zumindest was die Hauptfigur betrifft

An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell?

Ich schreibe gerade an dem dritten Band der Geheimnisse des Himmels Reihe und sitze dazu noch an zwei romantischen Jugendbuchkömodien, an denen ich abwechselnd schreibe. Ich schreibe immer nach dem Motto: Wenn es an der einen Baustelle nicht weiter geht, dann nimm die nächste. Daher werde ich wahrscheinlich auch niemals an nur einem Projekt festhalten können.

Haben Sie schon Ideen für zukünftige Projekte?

Tausende! An manchen Tagen spuken die Ideen so penetrant in meinem Kopf herum, dass ich die ersten Zeilen aufschreiben muss, damit ich wieder zu Ruhe komme. 

Welche ist ihre größte Inspirationsquelle?

Mein eigener Kopf xD Ich weiß, das viele Autoren sagen, dass bestimmte Dinge sie inspirieren, aber mir purzelnd die Ideen meistens einfach so durch den Kopf. Wenn ich in der Bahn sitze, im Bett liege oder unter der Dusche stehe. Ideen können mich überall treffen.

Wie hat sich Ihr Leben Verändert seit der Veröffentlichung Ihres ersten Buches?

Zu Beginn eigentlich gar nicht. Es gibt eben ziemlich viele Menschen, die ebenfalls Bücher schreiben und man ist einfach einer unter vielen. Es ist ja nicht so als würde man von heute auf morgen den nächsten Bestseller schreiben – da muss man realistisch sein. Aber über die Jahre hinweg finden sich natürlich immer mehr Leute, welche die eigenen Bücher lesen und Fans werden und man rückt so immer Stück für Stück in die Herzen der Leser. Natürlich war der Ansporn nach vielen positiven Feedback groß, auch ein zweites Buch zu schreiben und das Schreiben an sich hat so immer größere Bedeutung gewonnen Heute will ich es nicht mehr missen!

Beschreiben Sie uns doch bitte Ihren Alltag. In wie fern beeinflusst das Schreiben diesen?

Ich lebe wie jeder ein ganz normales Leben, mit Job, Familie, Freunden...ich glaube, der einzige Unterschied ist, dass meine Gedanken öfter mal zu Romanen und Figuren abschweifen oder ich am Wochenende im Gegensatz zu anderen zu Hause hocke und mir die Finger wund tippe, anstatt die Füße wund tanze Wenn ich frei habe, kommt es auch schon mal vor, dass ich Stunden am Laptop sitze, anstatt das schöne Wetter zu genießen und wenn ich „Probleme“ mit einer Idee habe, dann kann ich auch ziemlich anti-sozial werden.

Wie sah Ihr Leben vor dem Schriftsteller Dasein aus?

Im Grunde genau wie jetzt: Zur Schule/Uni gehen, im Haushalt helfen, Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Der einzige Unterschied ist wirklich die Zeitaufteilung...Schreiben frisst Zeit auf wie ein kleines Monster! Ich habe meine Prioritäten etwas anders gesetzt (siehe Frage davor). 

Üben Sie neben dem Schriftsteller sein noch einen anderen Job aus?

Hauptberuflich bin ich noch Studentin und habe gelegentlich Nebenjobs, die genau so doof sind, wie Jobs, die alle anderen auch machen: Regale im Supermarkt einräumen, Zeitungen austragen, Kassieren, Hunde ausführen, Babysitten...es gibt wohl nichts, das ich nicht schon mal getan habe

Von welchem Autor sind Sie selber großer Fan?

Derek Landy ist mein absoluter Lieblingsautor! Ebenso wie JK Rowling, Jackson Pearce oder Alyxandra Harvey. Die Liste ist lang, aber für mich müssen Autoren Humor und Spannung vereinen können.

Welches Buch sollte, Ihrer Meinung nach, jeder gelesen haben?

Harry Potter! Ja, ja...eine richtige Klischee-Antwort, aber Harry Potter MUSS man eben gelesen haben!Fragen zum Aktuellen Buch/ Zu einem speziellen BuchWenn Ihr Buch verfilmt werden würde, welche Besetzung würden Sie sich für die Hauptrolle wünschen.Ich habe mir da noch nicht wirklich Gedanken drüber gemacht, was ich aber weiß ist, dass ich liebend gerne Luke Mitchell als Austin (Love-Interest) sehen würde Als ich anfing die Serie The Tomorrow People zu schauen, da dachte ich nur: So habe ich mir Austin immer vorgestellt! *g* Ansonsten...wirklich, ich habe keine Ahnung Es ist einfach schwer passende Gesichter zur eigenen Vorstellungskraft zu finden.

Wie kamen Sie auf die Idee für Ihr letztes Buch?

Ich hatte gerade ein furchtbar schlechtes Buch gelesen, in dem sich die Klischees nur so tümmelten. Das Ganze hat mich so wütend gemacht, dass ich mich gefragt habe: Wieso müssen die Mädchen in Büchern immer weinerlich und dumm sein? Wieso die Kerle arschige Bad Boys? Wieso bestehen Liebesgeschichten nur aus Schmachten und Drama und und und...also beschloss ich ein Buch zu schreiben, das versucht diese Klischees mal ordentlich aufs Korn zu nehmen

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